Wenige Themen stehen derzeit mehr in der öffentlichen Debatte, als die globalen Flüchtlingsströme. So vielseitig die individuellen Fluchtursachen sind, so halbherzig ist der politische Wille die aktuelle Situation in den jeweiligen Herkunftsländern zu verbessern. Hier spielen Nichtregierungsorganisationen eine zentrale Rolle, da sie vor Ort flexibel agieren und gezielt unterstützen können. Die häufig trägen und bürokratischen Wege der internationalen Entwicklungszusammenarbeit auf nationaler Ebene waren in den letzten 60 Jahren nicht in der Lage die globalen Disparitäten derart zu reduzieren, dass Flucht aus ökonomischen Beweggründen an Attraktivität verliert. Dieses Versagen auf politischer Bühne hängt zum einen mit den globalen Wirtschaftssystemen und Warenströmen zusammen, kann jedoch auch auf unsachgemäße Entwicklungsprojekte zurückgeführt werden.
Viele kleinskalige Ansätze von ehrenamtlichen Vereinen mit begrenzten Mitteln leisten im Hinblick auf Migrationsbewegungen wertvolle Arbeit vor Ort in den Ländern des globalen Südens, indem sie Perspektiven eröffnen und in enger Zusammenarbeit unterstützen. Der vielleicht wichtigste Aspekt dieser Art der Entwicklungszusammenarbeit ist der auf Augenhöhe stattfindende interkulturelle Austausch. Stehen nationalen Projekten häufig wirtschaftliche oder geopolitische Interessen im Weg, kann im direkten Austausch mit Partnern vor Ort die Hilfe gezielt und sachgerecht eingebracht werden.
Je nach Größe und Reichweite der jeweiligen Organisation kann so die individuelle Förderung von Einzelpersonen oder die Zusammenarbeit mit Schulen oder lokalen Vereinen realisiert werden. In beiden Fällen kann jedoch ein Beitrag zur Verhinderung von Fluchtursachen geleistet werden, indem man Menschen befähigt in ihrer Heimat ein sorgenfreies Leben zu führen. Bildung spielt hierbei eine zentrale Rolle. Dies hat sich Elimu – Bildung in Ostafrika e.V. zur Aufgabe gemacht: einen Beitrag zu nachhaltiger Bildung zu leisten.
Auch wenn sehr viele positive Aspekte im Umgang mit den geflüchteten aus Deutschland berichtet werden konnten, sollte das oberste Ziel der Hilfe doch darin bestehen, dass kein Bürger des Planeten dazu gezwungen ist, seine Heimat zu verlassen. Elimu – Bildung in Ostafrika e.V. nimmt sich dieser Aufgabe im Rahmen seiner Möglichkeiten an und versucht, Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft zu eröffnen